Die Cloud wird zum Datenspeicher der ZukunftÜber ein halbes Jahrhundert besteht die Technologie der Festplatte bereits und viele haben noch die glorreiche Zeit miterlebt, als die ersten dieser Geräte mit kratzenden Geräuschen und Kapazitäten, die oft unter 50 Megabyte lagen, ihren Betrieb in privaten Heimcomputern aufnahmen. Viele der anfänglichen Schwächen wurden mittlerweile natürlich durch immer wieder neue Innovationen ausgeglichen. Dieser Magnetplattenspeicher, für den bereits Kapazitäten von einigen Terabyte keine Ausnahme sind, hat jedoch nach dem Glauben vieler bald ausgedient. Das Problem ist, dass die Technologie langsam an ihre Kapazitätsgrenze stößt und noch mehr Geschwindigkeit sowie noch mehr Speicherplatz immer schwieriger zu erreichen sind. In Zeiten, in denen Daten immer inflationärer über schnelle Internetverbindungen gezogen werden können und Medien immer speicherplatzintensiver veröffentlicht werden, besteht jedoch viel Bedarf an einer Steigerung dieser Attribute.

Die Konkurrenz


Den Kampf um den Speicherplatz der Kunden haben insbesondere zwei Wettstreiter aufgenommen. Cloud Computing bildet auf der einen Seite die Möglichkeit, Daten online zu speichern. Medien mit umfangreichem Inhalt würden dann nicht mehr auf der heimischen Festplatte gespeichert, sondern bei Bedarf aus dem Internet in den PC-Speicher gestreamt werden. Voraussetzung ist natürlich, dass man jederzeit online ist, was jedoch mit dem voranschreitenden Ausbau der Mobilfunknetze keine Utopie mehr darstellt. Der zweite Anwärter auf die Nachfolge der Festplatte sind Solid-State-Drives, die im PC verbaut werden und die Daten vom Anwender beim Anwender lassen. Sie zeichnen sich durch fehlende Geräuschentwicklung, hohe Robustheit und einen Geschwindigkeitsgewinn aus, der nicht zuletzt dadurch entsteht, dass diese Laufwerke ohne Schreib-/Lesekopf auskommen, der bei Magnetplattenspeichern eine physische Barriere für höhere Geschwindigkeit darstellt.

Haben Festplatten ausgedient?


Festplatten werden auch in den nächsten wenigen Jahren immer noch das Speichermedium schlechthin sein. Einerseits verlagert Cloud Computing lediglich den Speicherort der Daten auf entfernte Server, wo sie aus Kostengründen auf gewöhnlichen Festplatten abgelegt werden. Solid-State-Drives hingegen sind derzeit noch weit von ihrer Massenmarkttauglichkeit entfernt und werden noch zu hohen Preisen verkauft, sodass eine rentable Einsatzmöglichkeit selten gegeben ist. Sicher ist jedoch: Die Tage der Festplatte sind auf absehbare Zeit gezählt und die Nachfolgetechnologie steht mit Solid-State-Drives bereits in den Startlöchern.

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