Als Auslöser einer weltweiten Finanzkrise hatte kaum eine Branche je so stark mit ihrem Imageschaden zu kämpfen, wie der Bankensektor. Dennoch gab und gibt es auch im Finanzwesen tätige Unternehmen, die sich durchaus von den Prioritätensetzungen anderer Banken unterscheiden und Nachhaltigkeit nicht nur in ihren Wortschatz einpflegen, sondern tatsächlich auch vielschichtig umsetzen.

Der Name ist Programm

Wer sich mit dem Weg des Geldes im eigenen Land und auf der Welt beschäftigt, stößt schnell auf ethische Fragen, die jedoch nicht immer zwingend auch Grenzen sein müssen. So fördert die EthikBank beispielsweise eigene Projekte, jeweils im Bereich Ethik, Umwelt oder auch spezielle Frauenprojekte, für die sich Kunden mit ihrer Geldanlage entscheiden und helfen können. Damit Anleger den verantwortungsbewussten Umgang mit ihrer Geldanlage nachverfolgen können, präsentiert sich die EthikBank als “gläserne Bank”. Keinesfalls beteiligt sich die EthikBank an Unternehmen, die beispielsweise Geschäfte in Zusammenhang mit Militärwaffen oder Atomkraftwerken betreiben, Saatgut gentechnisch verändern, Kinderarbeit zulassen, Tierversuche für Kosmetika durchführen oder deren Management mehrjährig in eklatante Verstöße gegen Menschenrechte oder Korruptionsfälle verwickelt ist.

Deshalb auch im Programm: Finanztransaktionssteuer

Wer die Grenzen und Konsequenzen bestehender Strukturen erkannt hat, fair teilen und “umfairteilen” möchte, braucht ein entsprechendes Finanzierungskonzept. Deshalb fordert auch die EthikBank die Einführung der Transaktionssteuer und deren Verwendung für die Bekämpfung von Ungleichheit und Armut – weltweit. Und auch, wenn eine solche Steuer Spekulationen auf dem Finanzmarkt nicht einzudämmen vermag, stellt sie hinsichtlich gesellschaftlicher Umdenkprozesse doch einen wichtigen Schritt dar. Gemeinschaftliches und verantwortungsvolles Denken und Handeln ist Aufgabe einer ganzen Gesellschaft. Die EthikBank setzt sich entsprechend umsichtig und konsequent mit ihrem Anlagemix, Öko- und Mikrokrediten u. a. Produkten und Angeboten erfolgreich für ihre sozialökologischen Grundsätze ein.

Der Mann hinter der Bank

Der Vorstandsvorsitzende Klaus Euler war im Jahr 2002 Mitbegründer der EthikBank und steht als Stratege für den Unternehmergeist und die Wirtschaftlichkeit der Direktbank. Aufgewachsen in einem landwirtschaftlichen Betrieb und zunächst ausgebildet in einer regionalen Sparkasse, ist er der Aufgabe des Geldes im Sinne der Menschen verbunden, kennt jedoch auch die Kehrseite der Finanzwelt: Wenn immer mehr Geld mit Geld verdient wird – Spekulationen genannt – verliert es seinen ursprünglichen Charakter. Die EthikBank steht dieser Entwicklung entgegen.

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